Vorschlag für Führungsverhalten

November|12|2021

Gezielte Anleitung für MitarbeiterInnen

1. Sie sind das Vorbild für den Arbeitsstil ihrer
MitarbeiterInnen

Vorbild zu sein, ist immer noch die wirkungsvollste Anleitungsstrategie. Ihre MitarbeiterInnen lernen Verhalten nur, wenn Sie es ihnen täglich vorleben und
sie darin bei jeder sich bietenden Gelegenheit wirkungsvoll unterstützen.

2. Vermitteln Sie Ihren MitarbeiterInnen das Gefühl, in einem
erfolgreichen Team zu arbeiten.

3. Sagen Sie Ihren MitarbeiterInnen nicht im Detail, wie sie
etwas tun sollen. Sagen Sie ihnen nur, was sie noch nicht
wissen und was von ihnen erwartet wird.

Helfen Sie ihnen bei Schwierigkeiten. Überlegen Sie genau, wo es nicht
unbedingt erforderlich ist, einzelne Vorgehensschritte verbindlich vorzugeben. Bestehen Sie nur darauf, wenn es wirklich unumgänglich ist, weil bestimmte Vorgehensweisen verbindlich sind. Keine Anleitung zwischen Tür und Angel
geben.

4. Ein guter Vorgesetzter ist in erster Linie ein verständnisvoller Berater seiner Mitarbeiter.

Geben Sie ihnen deshalb die Sicherheit, mit Problemen zu Ihnen kommen
zu können. Aber machen Sie ihnen die Hölle heiß, wenn sie dies nicht rechtzeitig tun oder gar versuchen, Fehler zu vertuschen.

5. Geben Sie Ihren Mitarbeitern alle erforderlichen
Informationen, um unterschiedliche Anforderungen zu
verstehen und gedanklich nachvollziehen zu können, und zwar
bevor sie sie brauchen und anmahnen.

Wenn Sie eine Aufgabe
delegieren, geben Sie alle Ihre Informationen dazu weiter.
Wenn Ihre Mitarbeiter nicht ordentlich arbeiten, ist ihnen in
aller Regel nicht klar genug, worauf es ganz genau ankommt.

6. Geben Sie Ihren Mitarbeitern immer Rückmeldungen
(Feedback) über den Erfolg ihrer Arbeit.

Reagieren Sie
sachlich, aufrichtig und häufig. Sie können das nicht oft genug
tun. Sagen Sie ihnen auch, wie und wodurch sie noch besser
werden können.

7. Wenn Sie mit den Ergebnissen der Arbeit eines
Mitarbeiters unzufrieden sind, dann genügt es nicht, ihm
das allgemein zu verstehen zu geben.

Sie müssen mit
dem Mitarbeiter zusammen detailliert an den Ursachen dafür
arbeiten.

8. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, wie oder woran sie selbst
überprüfen können, ob sie ihre Arbeit korrekt ausführen.

9. Machen Sie Vorschläge statt „Befehle“ zu erteilen.

10. Akzeptieren Sie Unterschiede zwischen Ihren einzelnen
Mitarbeitern und ziehen Sie Vorteile daraus.

Es ist Ihre
Aufgabe, Mitarbeitern solche Aufgaben zu geben, für die sie
besondere Stärken haben.

11. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter vor allem durch
Anerkennung.

Loben Sie jede Verbesserung, auch die
geringste, besonders bei neuen Mitarbeitern oder neuen
Arbeitsaufgaben. Ihre Mitarbeiter brauchen diese Bestätigung
ihres Fortschritts. Sehen Sie gute Leistung nicht als
selbstverständlich an.

12. Ihr „Vorwurf“ sollte in problemorientiertem, nicht in
anklagendem Ton gehalten sein.

Sie wollen das Verhalten des
Mitarbeiters ändern und ihn nicht bloßstellen oder verletzen.
Mit anderen Worten: Kritisieren Sie die Tat und nicht den
Täter. Das ist überaus wichtig!

13. Geben Sie eigene Fehler zu, bevor Sie andere kritisieren.

Ein selbst-sicherer Vorgesetzter kann zugeben, dass er auch
Fehler gemacht hat.

14. Hören Sie Ihren Mitarbeitern gut zu und setzen Sie Ihr
Schweigen aktiv ein.

Zeigen Sie ihnen damit, dass ihre
Beiträge wichtig sind.

15. Machen Sie nie Versprechungen, sondern handeln Sie.

16. Wenn es Probleme oder Neuerungen gibt, die Ihren ganzen
Bereich betreffen, führen Sie dazu Teambesprechungen
durch.

Dieser zusätzliche Aufwand ist für Ihre Mitarbeiter ein
Signal dafür, wie wichtig die Sache wirklich ist.

17. Gehen Sie an Unstimmigkeiten offen und aufrichtig heran.

Versuchen Sie, mit Konflikten produktiv umzugehen.
Suchen Sie in jedem Fehler und in jeder Widrigkeit zunächst
nach der Lernchance, die immer auch darin steckt.

18. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, eine oder mehrere
Ihrer Aufgaben zu übernehmen, wenn Sie in Urlaub gehen,
mal nicht da sein können oder befördert werden.