N.I.K.E.-Institut für Kommunikation und Erwachsenenbildung

Lehrsupervision

Lehrsupervision ist eine besondere Form theoriegeleiteten Handelns und lebt von der Bereitschaft, Einblick in die eigene „Werkstatt“ zu gewähren, sich zu zeigen und (systemisch gesprochen) beim Beobachten beobachten zu lassen.

Ich habe bereits viele Coachings von Studenten der Alice Salomon Hochschule begleitet und war des Öfteren bei Einsätzen derer im Ausland supervisorisch tätig. Hierbei fand dann die Supervision online oder alternativ telefonisch statt.

In der Lehrsupervision wird die Fähigkeit und Bereitschaft entwickelt, zu begründen, was sie in Ihren Coachingprozessen tun oder nicht tun. Sie setzen sich mit Lebensthemen auseinander;-Den Einfluss unbewusster Motive auf den Coachingsprozess, einschließlich ihrer unbewussten Motive, überhaupt Coach werden zu wollen.

Über Reflexion können Deutungs- und Erlebnismuster, also selbstorganisierende Prozesse bewusst und verändert bzw. wahrgenommen werden.

Die Reflexion findet immer in der Rückschau statt. Z Bsp die Selbstreflexion als Handelnder. Ihre Rollenanalyse und das Beratungshandeln wird in der Lehrsupervision professionalisiert.

Lehrsupervisorin sollte-Ihren Coachs in Ausbildung wertschätzend begegnen;-Ihren Coachs in Ausbildung klare Orientierungen bieten;-Ihre Coachs in Ausbildung fördern, fordern und nachvollziehbar evaluieren;-Einen Möglichkeitsraum öffnen, in dem sich Coaches in Ausbildung angstfrei in ihrer neuen Rolle erproben;-Eigene Urteilsprozesse selbstkritisch prüfen;-Gegebenenfalls die Haltung und die Interventionen der Coachs in Ausbildung kritisieren, nicht aber deren Persönlichkeit.-Begriffe besprechen wie z.B. Empathie, Intuition oder Theorie (fragt „was“), Methode (fragt „wie“), Technik (fragt „womit“), Konzept (fragt „warum“).Systemisch-konstruktivistisches „Lehren“ und „Lernen“Lehrende sind Moderatoren von Selbstorganisationsprozessen und zuständig für die Voraussetzungen, dass Lernen geschehen kann. Lehren ist dann das Ermöglichen von Lernen, indem Erfahrungsräume bereitgestellt und Kontexte gestaltet werden, die Prozesse selbständiger Wissenserschließung und Neukonstruktion von Wirklichkeit zulassen.Lehrsupervision ist eine besondere Form theoriegeleiteten Handelns und lebt von der Bereitschaft, Einblick in die eigene Werkstatt zu gewähren, sich zu zeigen und (systemisch gesprochen) beim Beobachten beobachten zu lassen.Dipl.-Päd. Gisela PresselBerlin, den 29. Dezember 2019(Zitiert und erweitert/geändert nach „Lehrsupervision im Fokus“ von E. Freitag-Becker/M. Grohs-Schulz/ H. Neumann-Wirsig (Hg.) Verlag Vandenhoeck & Ruprecht 2017)